Stipendiaten

Die Orchesterakademie des Gürzenich-Orchesters Köln

Spitzenorchester leben durch Spitzenmusiker. Die Orchesterakademie des Gürzenich-Orchesters versteht sich dazu als Talentschmiede und bereitet hochbegabte Nachwuchsmusikerinnen und
-musiker aus verschiedenen Nationen auf die professionelle Laufbahn im Orchester vor. Sie bietet den Ausnahmetalenten die Chance, zwei Jahre lang die tägliche Arbeit in einem der führenden deutschen Sinfonie- und Opernorchester zu erleben und damit den Übergang vom Hochschulstudium zum Musikerberuf ideal zu gestalten. Nach einem anspruchsvollen Auswahlverfahren nehmen die Stipendiatinnen und Stipendiaten in enger Anbindung an ihre Mentoren an den Proben, Konzerten und Opernaufführungen des Gürzenich-Orchesters in der Kölner Philharmonie, im Opernhaus aber auch auf den weltweiten Tourneen teil. Ihre Ausbildung wird zudem im Einzel- und Kammermusikunterricht durch Mitglieder des Gürzenich-Orchesters weiter perfektioniert und durch Workshops, zum Beispiel zur Vorbereitung auf Probespiele oder zum Umgang mit Lampenfieber, ergänzt. Die gemeinnützige Orchesterakademie wird maßgeblich durch die Concert-Gesellschaft Köln sowie den Orchesterträger gefördert. Private Förderer können einzelne Akademiestellen unterstützen.

Pipilota Neostus

Pipilota Neostus wurde 1994 in Pärnu, Estland geboren, wo sie ihren ersten Flötenunterricht erhielt. Im Jahr 2013 schloss sie das Tallinner Musikgymnasium mit Auszeichnung ab und begann anschließend ihr Studium bei Mihkel Peäske an der Estnischen Musik- und Theaterakademie, welches sie 2016 cum laude abschloss. Seit 2014 studierte sie parallel an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Renate Greiss Armin und seit 2016 bei Prof. Pirmin Grehl. Pipilota Neostus ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und erhielt 2018 den ersten Preis sowie den Grand Prix der Holzbläser beim Estnischen Interpretenwettbewerb für Blasinstrumente. Sie spielte sowohl solistisch als auch im Orchester mit dem Staatlichen Symphonieorchester Estland, dem Tallinner Kammerorchester und dem Pärnuer Stadtorchester. Von 2017 bis 2018 war Pipilota Neostus Praktikantin an der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und ist derzeit Akademistin des Gürzenich-Orchesters Köln.

Eryu Feng

Eryu Feng, geboren 1995 in China, studierte von 2005 bis 2014 Violine am Zentralen Musikkonservatorium in Peking. Er erhielt bereits zwei Mal ein Stipendium des Konservatoriums und war Konzertmeister des Jugendkammerorchesters in China. Seit 2014 studiert Eryu Feng an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Michael Vaiman. Er gewann mehrere Preise bei Wettbewerben in China und wurde zuletzt mit dem 2. Preis beim 13. Internationalen Carl Flesch Violinwettbewerb sowie einem 2. Preis beim Internen Kammermusikwettbewerb der Hochschule für Musik und Tanz Köln ausgezeichnet. Zahlreiche Meisterkurse, wie zum Beispiel die Internationale Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg und der »Talent Music Summer« in Brescia (Italien) ergänzen seine Ausbildung.

Hye-Bin Kim

Hye-Bin Kim wurde 1995 in Essen geboren und erhielt ihren ersten Geigenunterricht mit 6 Jahren. Acht Jahre später begann sie mit ihrem Jungstudium bei Alexander Kramarov an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Anschließend setzte sie ihr Studium bei Ariadne Daskalakis an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort und studierte zwischenzeitlich ein Semester lang bei Simon Fischer an der Guildhall School of Music and Drama in London. Bei »Jugend Musiziert« gewann Hye-Bin Kim Preise in den Bundeswettbewerben. Orchester- und Ensembleerfahrungen sammelte sie im Schul- und Hochschulorchester, beim »Studio Musikfabrik« und im Kammerorchester in Montepulciano unter der Leitung von Christoph Poppen. Außerdem nahm sie an zahlreichen Meisterkursen teil, u. a. bei Ingolf Turban, Petru Munteanu und Mi-Kyung Lee.

Anthony De Battista

Der gebürtige Australier Anthony De Battista hat im Alter von sechs Jahren zunächst begonnen Violine zu lernen, bevor er mit 13 Jahren zur Bratsche wechselte. Seinen Bachelor absolvierte er am Konservatorium von Sydney bei Roger Benedict. Während dieser Zeit war er Mitglied des Australischen Jugendorchesters und trat regelmäßig mit dem Canberra Symphony Orchestra und dem Sydney Symphony Sinfonia auf. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, wie zum Beispiel bei Eberhard Feltz, Wolfram Christ, Emile Cantor und dem Amaryllis Quartett. 2016 zog Anthony De Battista für sein Masterstudium bei Andra Darzins und Manuel Hofer nach Deutschland. Er spielte unter anderem beim Stuttgarter Kammerorchester und der Jungen Oper Stuttgart und ist seit September 2018 Akademist des Gürzenich-Orchesters Köln.

Ah-yeon Nam

Ah-yeon Nam erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Cellounterricht und gewann kurze Zeit später zahlreiche Wettbewerbe in Korea. Im vergangenen Jahr gab sie ein Solo Rezital im Kumho-Saal in Seol und konzertierte mit dem Royal Symphony Orchestra und dem Incheon Symphony Orchestra. Ah-yeon schloss ihre Studien an der Kunsthochschule Seol und der Nationalen Universität in Seoul bei Lee Jung Ran, Lee Suk Jung und Hwang Sojin ab. Derzeit studiert sie bei Prof. Johannes Moser an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und ist Akademistin des Gürzenich-Orchesters Köln.

Josef Treutlein

Josef Treutlein, 1996 in Bamberg geboren, bekam seinen ersten Schlagzeug-Unterricht im Alter von sechs Jahren. Nach dem Unterricht bei Markus Verna ab 2010 studiert er seit 2014 an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Marta Klimasara, Prof. Jürgen Spitschka, Prof. Harald Löhle und Prof. Klaus Dreher. Prägend waren zudem auch Meisterkurse 2011 und 2016 bei Peter Sadlo.

Er ist Preisträger unterschiedlicher Auszeichnungen. So überzeugte er beim Internationalen Marimba-Wettbewerb 2008 in Nürnberg die Jury und wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auch seine Teilnahme bei „Jugend musiziert“ brachte ihm etliche Preise bis auf Bundesebene. Beim Internationalen Marimba-Wettbewerb der Italy PAS gewann er 2016 den zweiten Preis. Im Jahr 2015 wurde Josef Treutlein in das Stipendien-Programm von „Live Music Now“ aufgenommen.

Kammermusikalisch ist er bevorzugt in seinem „Percussion Duo Akzent“ mit Dominik Englert zu erleben, aber auch solistisch war er bereits mehrfach zu Gast bei den Hofer Symphonikern, dem Bamberger Kammerorchester sowie den Würzburger Philharmonikern. Nach Mitgliedschaften in der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Bundesjugendorchester sowie dem Bayerischen Landesjugendorchester befindet sich Josef Treutlein seit September 2018 in der Orchesterakademie des Gürzenich-Orchesters Köln.

Jesús Montalvo Horcajada

Jesús Montalvo Horcajada wurde in Horcajo de Santiago (Spanien) geboren und begann seine Studien an der Musikschule von Campo de Criptana – Alcázar de San Juan (Ciudad Real). Von 2012 bis 2016 studierte er Oboe bei Paco Gil und José Antonio Masmano an der Hochschule für Musik in Zaragoza. Sein Bachelorstudium beendete er mit Auszeichnung. Wertvolle künstlerische Erfahrungen sammelte er bei Meisterkursen von Maurice Bourgue, Emanuel Abbühl, Celine Moinet, Miriam Pastor, Jaime González, Manuel Angulo, Bernhard Heinrichs, Kennedy Moretti, Álvaro Octavio und dem Quartett Quiroga. 2014 war er Mitglied der Jugend Akademie von OCG in Granada und von 2014-2016 Teil des Sinfonieorchesters Goya. Des Weiteren spielte er im State Youth Orchestra of Armenia, im Plektrum Orchester »Ciudad de la Mancha« und war mit dem Gustav Mahler Jugendorchester im Sommer 2017 auf Konzerttournee. Zudem spielte er u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie, im Berliner Konzerthaus, im Concertgebouw in Amsterdam, im Teatro alla Scala in Mailand, in der Dresdner Semperoper und im Rudolfinum Konzerthaus in Prag. Aktuell studiert er im Master an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Emanuel Abbühl und ist seit 2017 Stipendiat der Akademie des Gürzenich-Orchesters Köln.

Bálint Gyimesi

Bálint Gyimesi, geboren in Pécs, Ungarn, absolviert derzeit sein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main in der Klasse von Prof. Laura Ruiz Ferreres, wo er 2018 sein Bachelorstudium mit Auszeichnung abschloss. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und erhielt 2018 das Stipendium der Yamaha Music Foundation of Europe. Neben seiner akademischen Ausbildung erhielt er seine wichtigsten musikalischen Anregungen durch Meisterkurse bei Angelika Merkle, Philippe Berrod und Charles Neidich. Besonders wichtig für seine künstlerische Entwicklung waren die Kurse für Alte Musik in Urbino, Italien mit Lorenzo Coppola. Seitdem musiziert Bálint Gyimesi auch mit historischen Instrumenten, wovon er sich eine Annäherung an die ursprüngliche Klangvorstellung der Komponisten erhofft. Ab der Spielzeit 2019/20 ist er Akademist des Gürzenich-Orchesters Köln

Anneleen Schuitemaker

Anneleen Schuitemaker wurde 1992 in Leiden (Niederlande) geboren und erhielt mit zehn Jahren ihren ersten Harfenunterricht. 2010 begann sie ihr Studium bei Erika Waardenburg und Petra van der Heide am Konservatorium in Amsterdam. Im Jahr 2014 absolvierte sie ihren Bachelor und setzte das Masterstudium bei Erika Waardenburg mit Schwerpunkt Orchesterspiel fort. Sie ergänzte ihre Ausbildung durch Orchesterunterricht bei Sandrine Chatron. Anneleen ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. 2011 gewann sie den ersten Preis beim Rosa Spier Harfenwettbewerb. Sie gewann auch den Publikumspreis und wurde eingeladen, beim niederländischen Harfenfestival 2012 zu konzertieren. 2014 gewann sie den ersten Preis beim 5. Internationalen Harfenwettbewerb der harpACademy in Deutschland. Darüber hinaus spielte sie als Solistin mit verschiedenen Orchestern Harfenkonzerte von u.a. Boïeldieu, Debussy, Dittersdorf, Händel und Mozart. Während der Saison 2013-2015 spielte sie als Mitglied der Meisters Academy mit der Niederländischen Philharmonie und war von 2015-2017 Akademistin der Staatskapelle Berlin (Staatsoper). Als Aushilfe ist sie seit 2013 eine geschätzte Kollegin bei hochrangigen Orchestern, u.a. dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, der Niederländischen Philharmonie, Asko-Schönberg Ensemble, Rundfunk Sinfonieorchester Berlin und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Seit September 2017 ist sie Stipendiatin der Akademie des Gürzenich-Orchesters Köln.

Adam Davis

Adam Davis wurde 1992 in Chicago geboren und begann mit 10 Jahren Kontrabass zu lernen. Er hat zunächst Informatik studiert und als Software-Entwickler gearbeitet, bevor er 2018 nach Deutschland gezogen ist. Seitdem studiert er Kontrabass bei Professor Veit-Peter Schüßler an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Als Kontrabassist hat Davis bereits mit zahlreichen Orchestern in Nord- und Südamerika, Europa sowie Asien gespielt.